Archive for Juli, 2011

18 JulWie finde ich die richtige Ausbildung für mich?

Immer hat man sich darauf gefreut – das Ende der Schulzeit. Der Beginn des echten Lebens. Und auf einmal stellen sich Fragen, die vorher nicht wichtig waren oder sich vielleicht selbst beantwortet haben. Die größte Qual der Wahl bereitet die Frage nach der richtigen Ausbildung. Immerhin geht man mit dieser Entscheidung die ersten Schritte seines Berufslebens. Doch wie findet man den richtigen Beruf und die richtige Ausbildung bei der schier unglaublichen Vielzahl an Ausbildungsberufen?

Am wichtigsten ist es, sich die eigenen Stärken, Schwächen und Wünsche bewusst zu machen. Möchte ich in ständigem Kundenkontakt stehen oder lieber größtenteils alleine arbeiten? Möchte ich verkaufen, beraten, herstellen, kreativ sein dürfen? Ist es mir wichtig, im Büro zu sein oder wäre ich lieber im Außendienst aktiv? Welche Branchen interessieren mich am meisten und welche bieten die Sicherheit, auch in Zukunft in einem Bereich zu arbeiten, in dem ich ausgebildet wurde? Wie steht es mit Aufstiegs-, Weiterbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten? Und welche Branchen bieten mir das breiteste Aufgabenspektrum?

Eine gute Möglichkeit bieten auch Familie, Freunde und Bekannte, die bereits im Berufsleben stehen. Welche Ausbildung haben sie absolviert? Wie sieht das Berufsbild aus? Sind sie zufrieden in ihrem Beruf? Freunde und Familie können einen selbst zudem meist gut einschätzen und hilfreiche Tipps geben.

Ist man sich gewisser Stärken und Wünsche bereits bewusst, lohnt es sich auch, Praktika zu absolvieren. Viele Unternehmen bieten Schülern und Studenten die Möglichkeit, während eines Praktikums in bestimmte Berufe zu schnuppern. Es bietet sich hierbei an, mehrere Praktika zu absolvieren, da sich nicht nur die Ausbildungsebrufe unterscheiden, sondern auch die Aufgabengebiete in jedem Unternehmen anders sind.

Die Fragen sind fast so zahlreich wie die Ausbildungsberufe. Entscheidend ist, seine eigenen Potenziale zu entdecken. Ist man sich dieser erst einmal bewusst, kann man auf Arbeitgebersuche gehen. Denn auch der richtige Arbeitgeber gehört zu einem erfüllten Ausbildungs- und Berufsleben. Ein kleines mittelständisches Unternehmen kann hier ebenso erfüllend sein wie ein großes Unternehmen. Am interessantesten ist es jedoch, einen Arbeitgeber zu finden, der einem ein breites Spektrum bieten kann. Wer im Medienbereich tätig sein möchte, ist somit gut mit der Würzburger Medienakademie beraten, die viele Ausbildungsberufe innerhalb eines modernen Medienunternehmens bietet.

04 JulWas ist das Arbeitsrecht?

Im Arbeitsrecht werden alle Verordnungen und Gesetze sowie sämtliche Bestimmungen für die Erwerbstätigkeit zusammengefasst. Hierbei unterscheidet es sich zwischen dem Individualarbeitsrecht, welches das Arbeitgeber – Arbeitnehmerrecht regelt, und dem Kollektivarbeitsrecht welches das Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Betriebs – oder Personalräten einerseits und Arbeitgebern bzw Arbeitgeberverbänden andererseits beinhaltet. Außerdem umfasst das Arbeitsrecht unter Anderem Regelungen über Kündigung, Arbeitszeiten, Urlaubsansprüchen, Pflichten beider Seiten, Auszubildendenverordnung.

Beispiel Kündigung bei Krankheit
Entgegen der allgemeinen Ansicht ist eine Kündigung während Krankheit sehr wohl möglich, auch Kündigung mit Krankheit als Grund ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) klärt ganz eindeutig, wann und unter welchen Umständen eine Kündigung wirksam ist. Dazu zählen drei Punkte:
• Gründe in der Person
• betriebsbedingte Gründe
• Verhaltensgründe
Geht es um die Kündigung auf Grundlage eines Krankheitsfalles, so ist auch hier genau geregelt, wann die Kündigung zulässig ist. Dafür müssen insgesamt drei Voraussetzungen als Tatsache vorliegen, da sonst eine Kündigung im Krankheitsfall nicht zulässig ist. Diese drei Voraussetzungen sind:
- negative Gesundheitsprognose: Hier muss zum Zeitpunkt der Kündigung die Tatsache vorliegen, dass die Voraussicht weiterer Erkrankungen des Arbeitnehmers wie im bisherigen Umfang gerechtfertigt sind.
- Beeinträchtigung der betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers: Hier muss auf jeden Fall feststehen, dass die wahrscheinlich eintretenden Fehlzeiten vom Arbeitnehmer zur oben erwähnten Beeinträchtigung des Arbeitgebers führen. Hierzu zählen beispielsweise erhebliche Umsatzeinbrüche oder starke Belastung für den Arbeitgeber durch Lohnfortzahlungskosten.
Interessenabwägung: Eine Interessenabwägung muss vorgenommen werden. Nur wenn diese Zugunsten des Arbeitgebers ausgeht, gilt diese Voraussetzung als erfüllt. Das bedeutet, dass die Krankheitsursache, die Fehlzeiten vergleichbarer Arbeitnehmer sowie das Lebensalter des Arbeitnehmers die festgestellte Beeinträchtigung der Arbeitgeberinteressen absolut unzumutbar sind.
Nur bei Erfüllung all dieser Voraussetzungen ist die Kündigung wirksam. Die Aussprechung einer vorherigen Abmahnung ist nicht notwendig, da es sich hierbei nicht um eine verhaltensbedingte Kündigung handelt. Denn bei der krankheitsbedingten Kündigung kann dem Arbeitnehmer keine Verletzung des Arbeitsvertrages vorwerflich gemacht werden.

Fallkonstellationen
Es werden 4 Fallgruppen der Krankheiten, welche zur Kündigung führen, unterschieden:
• Häufige Kurzerkrankungen
• Dauernde Arbeitsunfähigkeit (keine Gesundung in Aussicht)
• Langfristige Krankheit (Gesundung zwar möglich, jedoch nicht auf absehbare Zeit)
• Leistungsminderung durch Krankheit (Arbeitsleistung nicht mehr ausreichend)
Diese Punkte gilt es ebenso zu überprüfen.